wie schon im letzten artikel angesprochen, wird auch diesen sommer ein erneuter versuch unternommen eine hetzkampange gegen israel zu fahren. die „friendensflotte“ soll diesmal sogar größer ausfallen – damit steigt auch die chance auf mehr tote im mittelmeer. da sitzen sie wieder alle im boot des israelhasses. ich bin sehr gespannt wer von den antisemitischen arschlöchern der linkspartei diesmal am start ist. wieder auf dem frauendeck? naja, in der welt hat Ralph Giordano einen doch sehr präzisen artikel zu dem thema veröffentlicht, der mir gefällt. als rückblick zu der flotte von 2010 und um der gerüchteküche etwas entgegen zu setzen, hab ich unten noch mal ein video angehängt.
… bald wieder eine flotte von schiffen den gazastreifen besuchen will, hier mal ein statement von wem anders. die üblichen israelhasser werden zwar wieder mit allerhand verschwörungstheorien aufwarten, vielleicht allerdings gibt es ein paar leute, die mal was anderes lesen wollen. hier der link zu einer rede von Col. Richard Kemp ( former Commander of British Forces in Afghanistan). ein bisschen beeindruckend, der typ bringt die sachen ganz gut auf den punkt. und wer des englischen nicht so mächtig ist, hier gibt es das ganze übersetzt auf deutsch.
ja, sowas haben sich die schnecken in unserem garten bestimmt auch gedacht, als sie die erste generation der freedom-flowers abgefressen haben. aber wo ein wille ist, da ist auch ein weg. also habe ich die zweite generation angesetzt. diesmal aber in meinem zimmer zum keimen und anwachsen. in 2 wochen kommen die dann in den garten. hoffentlich sind sie dann schon so groß und widerstandsfähig, dass sie dem schneckenfraß – zumindest zum teil – entrinnen können. ich fänds jedenfalls ganz großartig.
aber dann mal zum eigentlichen topic. beim lesen des ums ganze aufrufs vielen dank für die blumen war ich doch sehr positiv überrascht. sehr schön bissig wird da gegen integration, ausgrenzung und die bestehenden verhältnisse gehetzt. und dies vor allem ohne dumme moralisierungen, wie man sie leider von antirassistinnen häufig kennt. auch der bezug zur lohnarbeit wird sehr ausführlich behandelt. ich fand den text jedenfalls gut und kann ihn zum lesen nur weiterempfehlen1.
und wenn ich dann schon mal leseempfehlungen ausspreche, dann aber auch richtig. die fünfte ausgabe von strassen aus zucker ist hier zu finden! [zurück]
oder vielleicht doch im zeugenschutzprogramm? solche merkmale könnten dabei helfen dem zensus2011 – zumindestens etwas – aus dem weg zu gehen. aber leider hat ja nicht jeder die möglichkeit bei den us-streitkräften zu dienen und gegebenenfalls osama in die ewigen jagdgründe zu verfrachten. aber ne karriere als schwerverbecher oder mordzeuge ist auch nicht so geil. dann schon lieber diplomat.
aber warum eigentlich nicht am zensus teilnehmen? k.a.? naja, ich denke ja erstmal nix schlimmes bei der erhebung, wenn einfach mal festgestellt wird, dass ich dort wohne wo ich wohne und auch so alt bin wie ich bin. ja, aber danach hört es auch schon wieder auf. da wollen fragen beantwortet werden, die dann irgendwie doch nicht gehen. zum beispiel die frage nach der religionszugehörigkeit. hmmm, war da nicht mal was mit volkszählung im dritten reich?1 wollen ja nicht deutschland verunglimpfen, aber bei der derzeitigen stimmungsmache gegen migranten kann man ja nie wissen, wann dem deutschen mal wieder die reinigungsfantasien durchgehen. upps. weit hergeholt? naja… wenn die npd aktiv unter ihren mitglieder eherenamtliche helfer für den zensus2011 sucht, evtl doch nicht so weit.
dann schon lieber:“ sorry, i‘m in the us armed forces and i‘ll tell you nothin‘! please leave now, lieber volkszähler.“2
übrigens eine der späteren grundlagen für die deportation und ermordung von millionen von juden [zurück]
in diesem zusammenhang rätselten mein mitbewohner und ich heute in der küche, ob man nicht per internet schnell noch bei irgendwelchen streitkräften beitreten könnte [zurück]
habe ich es richtung bremen heute geschafft. ist ok. war die letzten jahre immer viel unterwegs. aber etwas interessiert bin ich dann doch. also bleibt der blick ins netz. dort machte ich dann eben diese schöne entdeckung:
+++ 13.00 Uhr Langemarckstraße/Ecke Westerstraße: Hier steht ein Polizeibus, der von Demonstranten mit Steinen beworfen wurde. Scheiben sind zerstört. Sanitäter versorgen einen Polizisten. Die Mitarbeiter bei der Brauerei Beck’s haben sich mit den Gegendemonstranten solidarisiert. Sie zeigen Schilder mit der Aufschrift „Kein Bier für Nazis“ +++
einen dank geht an radio bremen 4! und natürlich an die arbeiter meiner zweitliebsten brauerei !
…in diesem falle den super-gau. es ist alles schon schrecklich, was in japan gerade passiert. lustig nur, wie hier über die kernkraft und ihre sicherheitstechnik geredet wird. da wird japan zu dem land verklärt, was die krassesten sicherheitsstandarts überhaupt hat. das wird dann als argument gebracht um die atomkraft als nicht kontrollierbar hinzustellen. völlig außer acht gelassen wird allerdings, dass die betreibergesellschaft tepco schon seit jahren in skandale verwickelt ist und immer wieder in der kritik stand. aber auch dies ist kein wunder in einem system, wo die bauteile und alles andere naturgemäß immer vom günstigsten anbieter stammen und profitmaximierung das ziel ist.
wer aber die übersicht verliert, und an aktuellen situationsberichten aus dem kernkraftwerken interessiert ist, sei an dieser stelle auf die seite der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) verwiesen. dort finden sich detaillierte informationen zu den einzelnen blöcken des kriesenkraftwerks. wer in diesem zusammenhang auch noch etwas mehr über tschernobyl wissen möchte, dem sei diese videodokomentation empfohlen.
und weil doku schauen spaß macht, findet hier jetzt noch was zu non- & less-lethal-weapons…
…welche wohl bei zukünftigen aufstandsbekämpfungen zum einsatz kommen werden.
„Der Zug der Demokratie ist kein Desaster, sofern er nicht entgleist.“1
bürgerlich-demokratische gesellschaften sind irgendwie mir lieber als regime von dispoten. sie als chance für die region und ihre menschen zu betrachten, erscheint mir – oberflächlich gesehen – richtig. eventuell kann eine große zahl von leuten in zukunft von menschenrechten und pressefreiheit profitieren.
… and i feel fine?
nee irgendwie nicht, denn „eine revolution auf der ich nicht tanzen kann, ist nicht meine revolution!“ es bleibt nämlich erst mal abzuwarten, ob sich wirklich demokratische gesellschaften/staaten im afrikanisch-arabischen raum etablieren. und wenn dem so sein sollte, werden der kapitalismus, nationalstaaten und nationalismus, völkisches denken und auch der – sehr offen in der region geäußerte – antisemitismus nicht einfach so verschwinden. ganz im gegenteil: sie werden auf jeden fall bleiben!
wo liegt denn dann aber der gewinn? diese frage kann man zur zeit wohl nur schwer – vielleicht auch gar nicht – beantworten. wer sie dennoch beantwortet, der macht eine rechnung, die ich gerne mal sehen würde…
nachdem ich am samstag abend schon mal kurz nen thx rausgehauen hatte, kommt jetzt hier mehr zum 19.02.2011 in dresden.
als erstes mal ein paar worte zum nürnberger (ei) platz:
„war schon gut da. ca 80 nazis aus zwei bayrischen bussen. die haben da stundenlang bewacht von gut 500 cops gewartet. hatten ne klägliche anlage, welche später auch noch versagte. aber die hatte von anfang an keine chance gegen die anlage aus dem studiewohnheim nebenan. die studies haben den platz schön mit dem coloradio beschallt. das war nett.“ so kommentierte ein freund von mir die lage vor ort.
ein anderer kumpel sagte zum polizeieinsatz:“naja, wann habt ihr mal von hecktisch-panischen cops bei einer blockade zu hören bekommen:“ bitte lasst uns durch, wir müssen die rechten dort oben aufhalten!“ damit hat er auch den nagel auf den kopf getroffen. die parole der polizei war wohl keine zeit für strafverfolgung an diesem tage. alle polizeikräfte die ich gesehen hab waren entweder verwirrt, apathisch oder ltten unter aggressiven durchbrüchen. vielleicht aber auch nur eine revanche der cops an die gerichte, die ihnen – trotz angeblichen kräftemangels – die durchsetzung der nazikundgebungen befohlen hatten.
während andere sich über den einsatz von less-lethal-weapons aufregen, fand ich es sehr amüsant dem linksradikalen mob beim barrikadenbau zu zusehen. welch eine konstruktions- und arbeitsleistung da ganz plötzlich zu tage tritt. auch interessant, dass diese dann gegebenenfalls mit den worten:“ oh mein gott! kann man das anzünden? also, passiert da was wenn man das anzündet?“ untermalt wird. dabei fällt mir dann noch ein, dass der satz:“ hat wer nen feuerzeug?“ bei dem spiegel online beitrag zu großer belustigung führte. ich fand die frage:“ hat hier wer benzin?“ (live gehört) um einiges besser.
aber das soll es jetzt auch mal von mir gewesen sein. bin aber sehr auf die nächsten tage gespannt. vielleicht treten ja noch mehr so patzer von nazis, wie dieser hier, zu tage. echt dumm, dass der typ anscheinend nur eine jacke hat zum demonstrieren.
während sich in der welt des internets gerade alles um den nazirapper makSS damage dreht, möchte ich über was anderes schreiben. und dies, obwohl ich schon sehr lachen mußte, als mir von dem interview mit axel „möchtegern hitler“ reitz erzählt wurde.
aber nun zum thema dieses logeintrags: letztes jahr ist mir da scheiße passiert. bei dem versuch der blockade eines naziaufmarsches wurde ich verhaftet. und weil die cops nix besseres zu tun hatten (oder aus purer boshaftigkeit), stellten sie eine anzeige wegen versuchter gefährlicher körperverletzung. gefährlich, weil ich sie angeblich mit anderen gemeinschaftlich versucht hatte zu begehen. naja, mein anwalt hatte mich damals schon darauf vorbereitet, dass – obwohl ich nix getan hatte! – die sache teuer werden könnte. also schreckte – dieser psychoterror ist echt mies – ich in den letzten monaten immer wieder auf, als es post vom rechtsbeistand gab. aber alles irgendwie langweilig, was ich zu lesen bekam. widerspruch, antrag auf akteneinsicht, begründung… trallala. letzte woche – übrigens pünktlich zu meinem geburtstag – wurde es dann aber spannend. das amtsgericht wollte nun endlich mal die begündung des widerspruchs gegen die ingewahrsamsnahme von meinem anwalt haben. dieser antwortete darauf, dass er dafür erstmal die vollständige akte zu dem vorgang bräuchte. daraufhin kümmerte sich das amtsgericht um die akte. das resultat dieser anstrengungen war dann sehr überraschend: „akte – wir haben zu dem vorgang keine akte. aber versuchen sie es doch mal bei der staatsanwaltschaft.“ gabs von den cops zu hören. von der staatsanwaltschaft kam nur ein „von wem wollen sie die akte und zu welchem vorgang?„… „kennen wa nicht – gibts hier nicht.“
damit hat sich dann alles erledigt? naja noch nicht ganz, jetzt wird es noch darum gehen, meine fingerabdrücke und fotos wieder löschen zu lassen. aber mit keinem verfahren stehen die chancen dafür wohl gut. irgendwie traue ich der ganzen sache aber auch noch nicht wirklich. ich hätte ja wenigstens nen brief mit verfahren/ ermittlungen eingestellt von irgendwem erwartet. und weil das alles zu schön ist um wahr zu sein, möchte ich es mit etwas netter mucke unterlegen:
aber, wo ich gerade von den fotos der cops von mir geschrieben habe, fällt mir noch was anderes zu diesem erlebnis ein. kurz nach meinem ausflug in die obhut des staates machte mich eine freundin daruf aufmerksam, dass es auf einer naziseite nen foto von meiner verhaftung gab. bei dem erzählen mußte sie allerdings – zu meinem völligen unverständnis – breit grinsen. erst als sie mir das bild im netz zeigte wurde mir klar warum. die nazis hatten mein gesicht verfremdet, weil sie dachten, dass ich einer der ihren gewesen sei. damals wie heute bin ich mir nicht sicher, ob das ein glück im unglück oder ein wie scheiße ist das denn? ist.
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